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Eine Konsolidierung an den Aktienmärkten war nach dem stärksten Jahresauftakt seit mehr als 30 Jahren fällig. Dass diese aufgrund eines Tweets eingeläutet wurde ist symptomatisch. Ob die jüngsten Massnahmen von Präsident Trump Teil der Verhandlungstaktik sind wird sich zeigen. Wenn sich beide Seiten bald einigen sollten, würde dies die Kurse unterstützen. Vielleicht würden auch jene unterinvestierten Anleger zukaufen, die die bisherige Rally verpasst haben. Ein Treffen von US Präsident Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ist beim G20-Gipfel in Japan Ende Juni geplant.

Viele gute Nachrichten liegen auf dem Tisch, abgesehen vom Handelskonflikt USA und China, wobei wir letztlich von einer Einigung und keinem Handelskrieg ausgehen. Die US-Unternehmenserträge sind erneut besser ausgefallen als erwartet. Der erwartete Gewinneinbruch auf breiter Basis ist nicht eingetreten. Auch in Europa und Japan waren die Ergebnisse konstruktiv.

Besonders in Amerika scheinen die Analysten jedoch zu optimistisch zu sein, was die Aussichten für das Wachstum der Unternehmensgewinne anbelangt. Die Nettomargen liegen zwei Standardab-weichungen über dem langfristigen Durchschnitt, was mittelfristig Potential für Margenrückgang bedeutet.

Wenn kurzfristig keine Einigung erzielt werden kann und die Gefahr eines Handelskrieges eskaliert, würden chinesische Aktien und solche in Schwellenländer sehr unter Druck geraten. Auf Sektoren-ebene würden zyklische Aktien deutlich stärker fallen als Aktien aus defensiven Sektoren.

Bei der Branchenallokation sind wir aktuell eher vorsichtig ausgerichtet und mögen Unternehmen aus den Bereichen Basiskonsumgüter – bspw. Nestle, Danone oder Unilever - und Gesundheit – bspw. Novartis, Lonza oder Sanofi. Wir meiden nach wie vor den Automobilsektor, wenngleich die Bewertungen tief sind.

 

Mai 2019

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