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Bullshit - Jobs und Selbstverwaltung

Schon Ende 2018 wurden wir mit der Meldung beglückt, dass in Liechtenstein auf den 1. Januar 2019 rund 600 neue Gesetzte in Kraft treten werden.

 

Auch wenn Vieles davon in Zusammenhang mit dem Ungeheuer „DSGVO“ (Datenschutzgrundverordnung) zusammenhängt, muss man sich doch fragen, wieviele Gesetze, Verordnungen und Reglemente, wir uns noch auferlegen wollen. Im Alltag ist es beinahe schon unmöglich geworden, sich zu bewegen, ohne gegen ein Reglement zu verstossen.

 

Zu diesem Thema sei die Lektüre des in der Bilanz 02/Februar 2019 erschienen Artikels „Bull Shit Jobs – Der grosse Leerlauf“ von Florence Vuichard empfohlen. Dieser beschreibt in treffender Weise das Parkinsonsche Gesetz, wonach sich das Wachstum der Bürokratie an maximalen Eigennutzen und minimalem Risiko orientiert (auch: Niskanen). Diese Wirtschaftstheorien beschreiben ganz genau das Wachstum der Uneffizienz der heutigen „Back-Offices“ bei Finanzdienstleistern. Es wurden nur noch Abklärungen getroffen und kaum mehr Entscheidungen gefällt. Dies entspricht der Aufwertung des Eigennutzens, indem die Wichtigkeit einer Stabstelle (z.B. Compliance) überhöht wird und gleichzeitig ein minimales Risiko übernommen werden muss.

 

Wenn wir an diesem System nicht zu Grunde gehen wollen, ist es höchste Zeit, der überbordernden Bürokratie Einhalt zu gebieten. Dies erfordert viel Mut und Kraft!

 

Nicht anders wünsche ich Ihnen.

 

Herzlichst

 

Urs Markus Kranz

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